Hochsensibilität im Alltag: So schützt Du Dich vor Reizüberflutungen

Du bist etwas ganz besonderes, denn Du bist nicht nur in der Lage, Geräusche, Gerüche und Licht, sondern auch Menschen in Deinem näherem Umfeld sehr gut wahrzunehmen und all ihre Gedanken sowie Emotionen zu erfassen. Mit Sicherheit kennst Du derartige Situationen: in Geschäftsmeetings, auf Veranstaltungen oder bei privaten Feierlichkeiten mit Freunden kommen unzählige Geräusche, Gerüche aber auch völlig unterschiedliche Menschen und demnach auch diverse Befindlichkeiten, Ansichten sowie Emotionen zusammen – schnell wird einem alles zu viel. Womöglich hast Du genau jetzt ein großes Empfinden der Situation einfach zu entfliehen. Unsere folgenden 10 Tipps können Dir dabei helfen, Dich im stressigen Alltag besser vor möglichen Reizüberflutungen zu schützen. Denke daran, Du und Dein Dasein sind äußerst wertvoll und dies gilt es demnach auch bestmöglich zu schützen.

Tipp #1: Achte auf bewusste Atempausen!

Das Sprichwort „Hol mal tief Luft“ ist nicht nur eine überflüssige Floskel, sondern kann Dir im Alltag sehr gut dabei helfen, Dich vor etwaigen Reizüberflutungen zu schützen. Für das bewusste Atmen solltest Du Dir am besten täglich ein paar kleine Pausen gönnen. Gerade in stressigen Alltagssituationen können Dich Atemübungen schneller wieder ruhiger und gelassener machen.

Mini-Atemübung: Konzentriere Dich für diese Übung kurz nur auf Deine Atmung und atme dreimal hintereinander ganz tief ein und wieder aus.

Tipp #2: Versuche neue oder ungewohnte Situationen bereits im Voraus zu visualisieren!

Neue, unbekannte und ungewohnte Situationen sorgen bei uns hochsensiblen Menschen schnell für ein unangenehmes Stressgefühl. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Rede vor größerem Publikum – Derartige Situationen versetzen unseren Körper schnell in höchste Alarmbereitschaft. Doch auch das ist völlig in Ordnung, denn schließlich handelt es sich hierbei um etwas Neues und Unbekanntes. Wir haben aber auch hier einen hilfreichen Tipp für Dich parat, denn die Visualisierung von bestimmten Situationen im Voraus kann Dir dabei helfen besser mit der jeweiligen Situation umzugehen. Anhand unseres Beispiels könnte dies wie folgt aussehen: Du weißt, wo Du Deine Rede halten wirst? Na dann, worauf wartest Du, besuche die Räumlichkeiten bereits vorab und stell Dir vor, wo Deine Zuhörer sitzen werden. Wenn Du magst, kannst Du Deine Worte auch einmal im leeren Raum an ein imaginäres Publikum richten. Hört sich vielleicht ein wenig seltsam an, doch das ist es nicht, denn diese Vorgehensweise macht Dich mit der neuen Situation bestens vertraut und kann Dir optimal dabei helfen, Deine Energien zu sammeln.

Tipp #3: Plane feste Auszeiten ein!

Tagsüber volle Power im Büro geben, die Mittagspause einfach ausfallen lassen und abends noch total motiviert mit Freunden feiern gehen? Was für viele Menschen völlig selbstverständlich klingt, ist für uns Hochsensible oft eine Hürde. Plane Dir daher unbedingt regelmäßige Auszeiten und Pufferzeiten ein, um Dich einfach nur ein wenig entspannen zu können. Wenn Du Dir Tag für Tag Deine kleinen Freiräume sicherst, wirst Du schnell feststellen, dass Du tagsüber viel stressresistenter bist und sogar in den Abendstunden noch die Kraft hast, Dich mit Deinen Freunden zu treffen.

Tipp #4: Vergleiche Dich niemals mit anderen!

Deine Freunde haben keinerlei Probleme mit Lärm und Dich machen vielleicht schon Geräusche wie das gedämpfte Gespräch aus der Nachbarswohnung unruhig? Das ist überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Du bist etwas Besonderes, weil Dich Deine Hochsensibilität alles um Dich herum intensiver wahrnehmen lässt. Der Vergleich mit anderen Menschen ist demnach völlig unnötig und verschwendete Zeit.

Tipp #5: Schließe Dich nicht dem Mainstream an!

Hier einige Beispiele: Mit Sicherheit kennst auch Du einige Bekannte aus Deinem Umfeld, die ihre Urlaubsreisen wie viele andere Menschen bereits viele Monate im Voraus planen? Für Dich ist dieser Gedanken jedoch völlig unvorstellbar? Ebenso legen viele Menschen äußerst großen Wert auf Statussymbole wie schicke Autos und große Häuser – für sie stehen derartige Gegenstände als ein Zeichen des Erfolgs. Für Dich jedoch sind vor allem Materialismus völlig unwichtig? Eltern um Dich herum unternehmen jeden Tag einen anderen Ausflug mit ihren Kindern, doch Du bist einfach froh, wenn Du mal einen ruhigen, entspannten Nachmittag mit Deinem Kind verbringen kannst? All das ist völlig richtig, denn Du sollst Dir stets erlauben, genauso zu sein, wie Du bist! Passe Deinen Alltag Stück für Stück deinen Bedürfnissen an. Schließlich bedeutet am Leben teilzunehmen nicht immer, alles so zu machen, wie es die anderen tun!

Tipp #6: Lebe stets im Hier und Jetzt!

Wir Menschen neigen dazu uns mit vergangenen Gedanken und Situationen zu quälen und uns vor allem Gesprächsinhalte immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis zu rufen. Wir stellen uns zum Beispiel Fragen wie: Was könnte der Andere mit seiner Aussage gemeint haben? Ein anderes Extrem stellen die Gedanken an die Zukunft, gepaart mit Ängsten dar. Bedauerlicherweise vergessen wir oft im Augenblick, also im Hier und Jetzt zu leben. Halte Dir also unbedingt bewusst vor Augen, was die aktuelle Situation im jetzigen Moment schön macht. Scheinen zum Beispiel gerade die ersten Sonnenstrahlen des Tages durchs Fenster, hat Dich Dein Partner/ Deine Partnerin gerade liebevoll in den Arm genommen? Im Grunde genommen sind es die kleinen Momente, die unser Leben gerade in diesem Augenblick so wertvoll machen und bereichern.

Tipp #7: Perfektionismus ist ein Irrglaube – vergiss ihn!

Vielleicht neigst Du dazu immer alles besonders gut machen zu wollen – ganz gleich, ob es um das Berufliche oder um das Zusammenleben mit Deiner Familie und Deinen Freunden geht. Allerdings solltest Du Dir unbedingt im Hinterkopf behalten, dass es uns niemals gelingen wird, alles perfekt zu machen, denn es wird immer jemanden geben, der an irgendeiner Stelle etwas auszusetzen hat und damit nicht zufrieden ist. Führe Dir also zu Augen, dass es wirklich nichts gibt, was zu 100 Prozent perfekt ist.

Tipp #8: Genieße die Zeit des Alleinseins, ohne Dich dabei einsam zu fühlen!

Es gibt zahlreiche Menschen, die Alleinsein und Einsamkeit nicht voneinander unterscheiden können. Doch gerade für Hochsensible wie Dich und uns ist diese Unterscheidung von wichtiger Bedeutung. Hin und wieder benötigen wir einfach die Zeit ganz für uns allein, um uns vom Alltag zu erholen und unser Inneres wieder von all den Reizen der Außenwelt zu neutralisieren. Denke stets daran: Alleinsein hat rein gar nichts mit Einsamkeit oder Abschottung zu tun, nein ganz im Gegenteil, denn Alleinsein gibt Dir neue Energie und Lebenskraft! Gönn Dir daher regelmäßige Zeiten für Dich ganz alleine!

Tipp #9: Sei offen und ehrlich was Deine Kommunikation betrifft!

Leider sind nicht alle Menschen um Dich herum in der Lage dazu, Deine aktuelle Gefühlslage zu erkennen. Stell Dir doch mal folgende Situation vor: Du bist auf einer Party mit Freunden, die Musik ist ganz schön laut und Dein Gegenüber möchte mit Dir ins Gespräch kommen. Du spürst das ganz deutlich, doch der Lärm im Hintergrund treibt Dich nahezu in den Wahnsinn, sodass Du bereits zu Beginn des Gesprächs nicht mehr aufnahmefähig bist. Anstatt die für Dich unangenehme Situation einfach durchzustehen und nur mit halben Ohr zuzuhören, solltest Du lieber offen und ehrlich kommunizieren, dass es Dir hier gerade viel zu laut ist und gegebenenfalls vorschlagen kurz nach draußen zu gehen.

Tipp #10: Höre immer auf Dein Bauchgefühl, Deine innere Stimme!

Wenn nicht Du, wer dann? Völlig egal ob wir nun von Deinem Bauchgefühl, von Deiner inneren Stimme oder Deinem höheren Ich sprechen – Du hast die Fähigkeit und das weißt Du auch! Höre auf Dein Bauchgefühl, denn es bewahrt Dich oft nicht nur vor Reizüberflutungen, sondern öffnet Dir zugleich auch ganz neue Türen.

Zu guter Letzt: Wenn Dir doch einmal alles zu viel wird, ist das überhaupt nicht verwerflich!

Um eventuellen Reizüberflutung im Alltag noch besser vorzubeugen, empfehlen wir Dir zudem auch unterschiedliche Strategien zur Stressbewältigung. Warum? Ganz einfach: Wie Du weißt, ist es für uns Hochsensible besonders wichtig, ab und an einfach nur abschalten zu können. Hierfür eignen sich zum Beispiel Achtsamkeitsübungen. Aber auch Meditation, Yoga oder ein Spaziergang in der freien Natur helfen Dir dabei, Dich selbst im Alltag wieder zu erden.

Hey! Wir sind Miriam & Thomas Leo

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